Austausch der originalen Unterabdeckung des Mini-PCs durch eine selbstgefertigte.

Eines Tages stöberte ich auf deutschen Websites zum Thema Elektronik und Mikrocontroller und stieß auf einen interessanten Artikel des Elektronikers und Fotografen Harald Kreuzer auf seiner persönlichen Webseite. Darin berichtete der Autor, wie er seinen Mini-PC Minisforum UM690S modifizierte – er ersetzte die originale Unterabdeckung mit zwei kleinen, recht lauten Lüftern durch eine selbstgefertigte, auf einem 3D-Drucker hergestellte Abdeckung mit einem leisen 120-mm-Lüfter. Diese Idee fand ich sehr interessant, und ich beschloss, etwas Ähnliches mit meinem Mini-PC GEM-12 von Chatreey zu machen. In diesem Gerät sind zwei Lüfter verbaut – der erste im oberen Bereich kühlt den Prozessor-Kühlkörper, der zweite im unteren Bereich sorgt für die Kühlung der SSD, der Arbeitsspeichermodule und des VRM-Bereichs (Spannungsversorgung des Prozessors).

Wie ich diese Idee umgesetzt habe – seht ihr weiter unten. Achtung – viele Fotos!

Die originale Unterabdeckung sieht so aus. Beim Modellieren der neuen Abdeckung habe ich auf die hervorstehenden Standfüße und Halterungen verzichtet, um den Druck zu vereinfachen.

Die Innenseite der Abdeckung mit dem Lüfter. Man kann nicht sagen, dass er sehr laut ist, aber bei hoher Drehzahl ist er deutlich hörbar. Dieser Lüfter hat einen 4-Pin-Anschluss und wird mit 5 Volt betrieben, während der neue Lüfter, den ich einbaue, mit 12 Volt läuft (ebenfalls 4-Pin). Deshalb habe ich ein DC-DC-Step-Up-Modul zur Spannungsanhebung eingebaut. Den originalen Stecker habe ich bereits abgeschnitten und den neuen Lüfter über dieses Modul angeschlossen.

Die inneren Komponenten des Mini-PCs, die vom Lüfter gekühlt werden.

In Fusion 360 habe ich die erste Version der Unterabdeckung entworfen – für einen Lüfter mit einer Stärke von 25 mm. Ich hatte bereits ein Metallgitter zur Verfügung und plante, es in dieses Gehäuse einzubauen, um die Lüfterblätter vor dem zufälligen Eindringen größerer Gegenstände zu schützen.

Der Querschnitt des Gehäuses.

Das fertiggestellte Gehäuseteil mit eingebautem Gitter und Lüfter.

Ansicht von der Innenseite. Damit der Lüfter in das Gehäuse passt, mussten die Ecken abgeschnitten werden. Ich habe ihn mit Heißkleber befestigt.
Da es sich um eine Testversion handelt, enthält das fertige Gehäuse einige Fehler – die Schraubdome sind zu kurz, daher müssen zur Befestigung am Mini-PC längere Schrauben verwendet werden.

Unter Berücksichtigung der gemachten Fehler habe ich ein neues Gehäusemodell entworfen – für einen Lüfter mit 12 mm Stärke, den ich auf Aliexpress bestellt habe. Außerdem habe ich YouTube-Tutorials genutzt, um ein Wabengitter-Design zu erstellen.

Ansicht der Innenseite.

Querschnitt der neuen Abdeckung.

Das Gehäusemodell des 12-cm-Lüfters zeigt, an welchen Stellen die Ecken des Lüfters beim Einbau ins Gehäuse abgeschnitten werden müssen.

Das fertige Gehäuse mit eingebautem Lüfter, der mit doppelseitigem Schaumklebeband in zwei Lagen (je etwa 1 mm dick) befestigt ist, sodass ein kleiner Abstand zwischen den Lüfterblättern und dem Gitter bleibt.

Bei Aliexpress habe ich Module eines DC-DC-Aufwärtswandlers bestellt. Dieser ist einstellbar – man kann die Spannung von 3,7 Volt auf 5, 8, 9 oder 12 Volt erhöhen, mit einer Last bis zu 500 mA. Was die Belastung betrifft – das Modul versorgt den Lüfter mühelos und mit ausreichender Leistungsreserve.

Das Modul ist tatsächlich sehr klein, ich habe es mit einem Schrumpfschlauch isoliert.

Ansicht der montierten Gehäuseunterseite. Ich habe weiche Gummifüße angebracht.

Gesamtansicht des Mini-PCs. Oben habe ich mit doppelseitigem Klebeband einen USB-Hub befestigt.

Seitenansicht. Da ich diese Version als experimentell betrachte, habe ich das gedruckte Gehäuse nicht weiter bearbeitet. Die Naht und die Schichtstruktur des 3D-Drucks sind deutlich sichtbar.
Im weiteren Verlauf des Projekts plane ich eventuell eine neue Version – mit einem Noctua-Lüfter sowie einer endgültigen Gehäusebearbeitung und Lackierung.

Ansicht von unten.

Der Austausch der unteren Abdeckung mit dem kleinen Lüfter gegen ein Gehäuse mit einem größeren Lüfter hat die Kühlleistung verbessert, da der Luftstrom stärker geworden ist. Auch das Betriebsgeräusch des Lüfters ist etwas leiser geworden.

Для управления кулерами miniPC я использую программу Fan Control. Она позволяет гибко настраивать работу системы охлаждения в зависимости от нагрузки.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

Selbstgebautes elektronisches Vergrößerungsgerät aus einer FullHD-Webcam

Ich möchte über die Eigenanfertigung eines elektronischen Vergrößerungsgerätes auf Basis einer FullHD-USB-Webcam berichten.
Der Prozess bestand darin, ein neues Gehäuse zu entwerfen, es mit einem 3D-Drucker auszudrucken, die Sensorkonstruktion der Kamera zu verändern (die Linsen wurden entfernt) und ein Teleobjektiv zu installieren.

Auch die Befestigungsplatte der Kamera habe ich in die Entwicklung einbezogen.

Wie von innen zu sehen ist, besteht die Kamerakonstruktion aus zwei Blöcken – dem Sensor und der Hauptplatine, die durch ein Flachbandkabel verbunden sind.

Entsprechend den Abmessungen der Platinen habe ich in der Online-Anwendung https://www.tinkercad.com ein einfaches Gehäuse entworfen. Das Programm wird zwar als Einsteiger-Tool positioniert, erlaubt aber die Erstellung recht komplexer Modelle.

Also, das Gehäuse ist entworfen und mit dem 3D-Drucker hergestellt. Wir setzen die Platinen hinein. Beim Kameramodul wird die Linse entfernt – sie wird nicht benötigt. Aber unbedingt muss das Glas mit der rot-blauen Beschichtung bleiben – dieses Glas ist ein Infrarotfilter.

In das runde Teil des Gehäuses wird das Teleobjektiv eingeschraubt. Es wurde bei AliExpress gekauft, seine Eigenschaften: Mount-Typ: C-Mount, Brennweite: 50 mm, Bildformat: 2/3″, Blende: F/1.4, Iris-/Fokus-Bedienung: manuell, Objektivgröße: 43 mm (Durchmesser) × H47 mm, Bildwinkel: 7 Grad 50 Minuten, minimale Objektdistanz (M.O.D.): 70 cm.

Auf dem nächsten Foto ist das Glas mit der rot-blauen Beschichtung zu sehen. Es ist vor dem Sensor angebracht und dient dazu, den infraroten Anteil des Lichtspektrums, das auf den Sensor fällt, herauszufiltern.

Und hier ist die montierte Kamera: Darauf ist eine Beleuchtungseinheit der Firma Mechanic mit 144 LEDs befestigt (ebenfalls bei AliExpress gekauft).

Die Kamera wird auf einem Stativ (gekauft bei Amazon) befestigt und an den Computer angeschlossen. Die Grobfokussierung kann mit dem runden Objektivhalter vorgenommen werden, auf dem das Objektiv befestigt ist. Danach stellt man am Objektiv Blende und Schärfe ein und erhält ein Bild. Unten sind Beispielaufnahmen verschiedener Objekte zu sehen.

Die Vergrößerung beträgt etwa das 18-Fache. Der Abstand vom Objektiv bis zum betrachteten Objekt beträgt ungefähr 21 cm.

Das Bild der Kamera kann direkt auf dem Monitor (27 Zoll) betrachtet werden, auf dem Foto ist es im Hintergrund zu sehen.

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Universeller Tester für die Kapazität von Lithium-Akkus / Netzteil-Tester / Elektronische Last ATORCH DL24MP-FX

Ein kleiner Fotobericht über den universellen Tester zur Kapazitätsmessung von Lithium-Akkus, der auch als Netzteil-Tester und elektronische Last verwendet werden kann. Im Handel sieht dieses Gerät etwas anders aus, doch für eine komfortablere Nutzung entwickeln Enthusiasten verschiedene Gehäusevarianten. (Der Grund dafür ist, dass man die Leistung des Geräts auf bis zu 600 W erhöhen kann, indem man an den Seiten der Hauptplatine drei zusätzliche Module anbringt – jedes Modul fügt weitere 150 W Leistung hinzu). Ich selbst plane momentan keine Leistungserweiterung und habe im Netz 🔗hier ein schönes und kompaktes 3D-Gehäusemodell gefunden. Allerdings gibt es eine überarbeitete Version dieses Gehäuses mit einem zusätzlichen Encoder und einem Taster (diese Nachrüstung ist in der Konstruktion des Geräts vorgesehen). Zwar lassen sich auch die Standardtasten verwenden, jedoch erhöht die Nachrüstung den Bedienkomfort. Das Gehäuse habe ich selbst auf meinem 3D-Drucker Artillery Hornet gefertigt und anschließend schwarz lackiert. (Dieses 3D-Modell ist bisher das aufwendigste und längste Druckprojekt gewesen – die Druckzeit betrug etwa 15 Stunden ohne Unterbrechung).

Die offizielle Gerätebeschreibung kann man 🔗hier herunterladen.

Die Dateien des 3D-Modells sind 🔗hierverfügbar.

Eine Beschreibung des Gehäuses mit Informationen zum Druck und zu den Modifikationen gibt es 🔗hier.

Das Ergebnis seht ihr auf den folgenden Fotos.

Temperatursensor zur Vermeidung einer Überhitzung der getesteten Akkus.

Module zum Testen von Netzteilen mit verschiedenen Steckverbindern sowie von Akkus unterschiedlicher Baugrößen.

Teile, die nach dem Einbau des Geräts ins Gehäuse übrig geblieben sind.

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Design und Druck des Gehäuses für den KI-Sprachassistenten für das ESP32AI-Projekt von XiaoZhi AI

Für das von mir nachgebaute Projekt ESP32AI von XiaoZhi AI (dessen Beschreibung ich derzeit vorbereite und in Kürze auf der Website veröffentlichen werde) suchte ich zunächst nach einem passenden Gehäuse – etwa in dieser Art.

Nach einiger Zeit der Suche wurde mir klar, dass jede konkrete Umsetzung eines solchen Gerätes ein individuell entwickeltes Gehäuse erfordert und ich wohl kaum ein passendes Fertiggehäuse finden werde. Also beschloss ich, es selbst zu entwerfen und herzustellen. Dabei habe ich sogar ChatGPT in den Entwicklungsprozess eingebunden, das mir gleich mehrere Gehäusevarianten vorgeschlagen hat.

Übrigens ist es sehr praktisch, ChatGPT zu fragen, wie man eine bestimmte Operation bei der Modellerstellung durchführt.

Einen großen Erfahrungsschatz im 3D‑Modelling habe ich nicht – lediglich einige ältere Arbeiten in 3DS Max, die z. B. auf meinem YouTube‑Kanal hier und hier zu sehen sind. In Programmen wie 3DS Max, Cinema 4D oder Blender lässt sich zwar ebenfalls ein Gehäusemodell erstellen, sie sind jedoch für andere Zwecke konzipiert und recht komplex in der Handhabung.

Ich habe festgestellt, dass es besser ist, spezielle CAD‑Programme zu verwenden. Angefangen habe ich mit FreeCAD – ein kostenloses, aber sehr leistungsfähiges Programm. Gerade ist die Version 1.0 erschienen. Ich habe mir einige Videos und Tutorials auf YouTube angesehen und angefangen zu experimentieren. Da ich jedoch anfangs nicht verstand, wie solche Programme arbeiten, stieß ich bei der Entwicklung auf Schwierigkeiten.

Daraufhin entschied ich mich, ein anderes Programm zu testen: Fusion 360. Heruntergeladen, installiert – das Programm ist kommerziell, bietet jedoch einen Monat Testphase und danach die Möglichkeit, eine Lizenz für den persönlichen Gebrauch mit einigen Einschränkungen zu beantragen.

Ich stellte fest: Fusion ist ein Entwicklungswerkzeug auf höchstem Niveau. Nach ein paar Tutorials verstand ich die Grundidee des Programms und merkte, dass ich es mir zutrauen konnte, es zu erlernen und parallel dazu mein benötigtes Gehäuse zu erstellen. Es ist nicht nötig, sofort alles zu lernen – der Funktionsumfang ist enorm. Ich begann mit der Erstellung von Skizzen und einfachen Formen und steigerte die Komplexität schrittweise.

Am Ende entstand dieses – wie ich finde – sehr hübsche Gehäuse, das laut meinem Sohn ein wenig an einen Geldautomaten erinnert.

Um den Aufbau des Gehäuses besser zu sehen, kann man die Transparenz einzelner Teile verringern. Das Gehäuse besteht aus drei Komponenten: dem Hauptgehäuse, der Bodenplatte und der Frontabdeckung. Die Bodenplatte wird mit vier Schrauben am Hauptgehäuse befestigt, die Frontabdeckung plane ich bei der Endmontage aufzukleben.

Vom CAD zum 3D‑Druck

Der nächste Schritt nach der Konstruktion ist das Speichern der Teile aus Fusion im STL‑Format, das von einem sogenannten Slicer gelesen werden kann. Der Slicer erstellt den Druckablauf für den 3D‑Drucker. Es gibt viele Programme dieser Art – ich nutze UltiMaker Cura. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv: man kann Modelle auf dem Druckbett platzieren, bei Bedarf skalieren und drehen. Das sind die grundlegenden Funktionen, die für diesen Schritt ausreichen.

Wichtig ist, den Druckprozess und die Reihenfolge der Druckschichten für das jeweilige Druckermodell zu verstehen, die Düsendicke und weitere Parameter wie Überhänge zu kennen und entsprechend die Druckeinstellungen festzulegen.

Wir laden die Teile und platzieren sie auf dem virtuellen Druckbett. Zunächst liegen sie alle zusammen.

Wir prüfen, ob die Modelle vollständig aufliegen. Rot gefärbte Flächen bedeuten, dass das Modell „in der Luft hängt“.

Mit dem Werkzeug „Auf das Bett legen“ erreichen wir, dass die Kontaktfläche blau angezeigt wird – sie liegt nun sauber auf dem Druckbett. Wir achten auf die rote Markierung an der Abdeckung und drehen das Gehäuse entsprechend.

Alle Teile liegen nun richtig. Die roten Konturen an den Kanten bedeuten, dass hier Überhänge vorhanden sind. Mein Drucker (Artillery Hornet) kann Überhänge bis zu einem Winkel von 47° drucken. Flächen, die darüber hinausgehen, müssen mit Stützstrukturen (Supports) gedruckt werden – diese aktivieren wir in den Druckeinstellungen.

Die blauen Elemente im Slicer sind genau diese Stützstrukturen sowie zusätzliche Hilfselemente. Nach dem Platzieren aller Teile klicken wir auf „G‑Code erstellen“. Der Slicer zeigt nun die geschätzte Druckzeit und den Materialverbrauch an. Wir speichern die Datei auf einer SD‑Karte und starten den Druck.

Am Ende halten wir das Gehäuse aus Kunststoff in den Händen.

Nachbearbeitung

Die rauen Flächen und Kanten kann man anschließend mit feinem Schleifpapier unter fließendem Wasser glätten, damit das Material nicht weiß wird. Danach kann man das Gehäuse entweder lackieren oder im Originalzustand belassen.

💡 Fazit: Ein Gehäuse selbst zu bauen ist gut machbar. Auch mit wenig Erfahrung lässt sich Schritt für Schritt mit den richtigen Werkzeugen ein sauberes und funktionales Ergebnis erzielen. Probieren Sie es aus – es ist durchaus wahrscheinlich, dass Ihre Version noch besser wird.